
Zeller Lotto Cup 2026
Karibische Nächte, drehende Winde – und ein Sieger von der Reichenau
Bei fantastischem Hochsommerwetter mit über 30 Grad am Tag und lauen 25 Grad bis in die Nacht hat der Yacht-Club Radolfzell am Wochenende (11. und 12. Juli) den traditionellen Zeller-Lotto-Cup der 30er-Schärenkreuzer ausgetragen. Möglich macht die beliebte Regatta einmal mehr Lotto Baden-Württemberg, das den Segelsport am Bodensee als Sponsor unterstützt.
Diese Jahr gingen zehn 30er an den Start – sechs davon stellte der gastgebende YCRa gleich selbst. Besonders erfreulich: Drei Crews reisten vom Obersee an, darunter die „La Pericolosa“ von Martin Hostenkamp (Lindauer Segelclub), Christoph Dargel (Segler-Verein Staad) auf dem „Hunkes“ und Thomas Münzer auf der „Acrissa“ (Wassersportverein Friedrichshafen-Fischbach).
Für einen reibungslosen Ablauf sorgte – wie in jedem Jahr – das eingespielte Team unter Wettfahrtleiter Alexander Dietrich und seiner Tochter Theresa Dietrich, tatkräftig unterstützt von Fabian Eisler und Michael Zeiser. Gewertet wurde nach dem Low-Point-System mit einem Streicher nach vier Wettfahrten – ein Detail, das am Ende noch für ordentlich Spannung sorgen sollte.
Am Samstagnachmittag lieferten sich die Teams bei durchweg guten, für die Jahreszeit aber ungewöhnlichen Ost- und Südwinden ein Kopf-an-Kopf-Rennen über drei Wettfahrten. Schon nach dem ersten Tag lag das Feld so eng beieinander, dass die Rechenkünstler an Bord durchspielten, was der Streicher nach der vierten Wettfahrt wohl anrichten würde.
Nach den Wettfahrten gab es kalt servierte Begrüßungsgetränke an der Grillstelle des YCRa – und danach blieb wenig Zeit bis zum frisch machen für das gemeinsamen Abendessen, zu dem Reinhold Böhler alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer (gern in Begleitung) ins Clubhaus „Steg 11“ einlud. Karibische Temperaturen, dazu Live-Musik und ein fantastisches Essen – Steg 11 lieferte ab.
(Anmerkung des Verfassers: Reinhold Böhler steuerte eine Woche später mit sagenhaften 91 Jahren den „Hunkes 2“ bei der Clubregatta Radolfzell als schnellster 30er ins Ziel. Chapeau!)
Der Sonntag hatte es dann in sich. Ständig drehende Winde ließen den Start der vierten und letzten Wettfahrt auf sich warten – Geduld war gefragt, bei den Teilnehmern wie bei der Wettfahrtleitung. Und der Streicher würfelte das Feld noch einmal kräftig durcheinander.
Am Ende segelte Rolf Winterhalter auf der „Bijou VI“ (Jollen-Segler Reichenau) mit nur sechs Nettopunkten souverän auf Platz eins, gefolgt von Rolf Steuer auf der „Kialoa“ (YCRa, neun Punkte) auf Platz zwei. Wie eng es dahinter zuging, zeigt der Kampf um Platz drei: Gleich drei Boote landeten punktgleich bei zehn Zählern. Den Stichentscheid für sich entschied Mike Berenbach auf der „Lorella“ vor Martin Hostenkamp und Christoph von Stenglin.
Bericht: Frank B.
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Foto: Andreas Dietrich

Foto: Andreas Dietrich

Foto: Ramona Lerner











